Diana – wo bin ich zuhause?

Diana

Sag mir wo bin ich zuhause?

Wo find ich mein Glück?

Wo soll ich hin?

Welchen Weg soll ich gehen?

 

Diese Fragen haben mich viele Jahre beschäftigt. Als Kind wurde ich bereits viel herumgereicht. Meine Mutter war krank, also musste ich zu meiner Tante. Als meine Mutter starb (ich war 6 Jahre alt) musste ich zu einer Tagesmutter, damit mein Vater arbeiten konnte. Dann zogen wir um und ich musste mein altes Umfeld verlassen. Schließlich starb mein Vater, der mein einziger Halt war, als ich 17 Jahre alt war. Mein Zuhause zerfiel und ich wandte mich ab von meinem Kinderglauben an Gott.

Aber Gott war größer und stärker als ich. Er ging mir nach. Bis ich schließlich wieder auf ihn einließ und mich im Jahr 2010 bekehrte.  Ich hoffte, dass nach der Bekehrung alles besser würde, aber ich hatte mich geirrt.  Ich wurde immer häufiger krank, konnte nicht mehr arbeiten gehen und verlor 2011 sogar meine Ausbildungsstelle. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich keine Kraft mehr und wollte einfach, dass alles ein Ende hat. Eine liebe Bekannte aus meiner Gemeinde schlug mir vor, Hilfe im help center zu suchen. Im Mai 2011 war es dann soweit und ich konnte anreisen. Zu Beginn fühlte ich mich gar nicht wohl und vermisste mein „Zuhause“. Am liebsten wäre ich abgereist. Ich wusste jedoch nicht, was ich als Alternative machen sollte. Außerdem wollte ich meiner Familie (Stiefmutter und Großeltern) nicht noch mehr Schande bereiten und zog die Therapie weiter durch. Als ich mich nach drei Monaten endlich eingelebt hatte und mich so allmählich öffnen konnte, musste ich für vier Wochen in eine staatliche Therapie wechseln. Als ich dann wieder ins help center kam, fing alles noch einmal von vorne an. Ich wollte wieder nach Hause, war verschlossen und total verwirrt. Zu dieser Zeit begann Gott jedoch auf vielerlei Weise mit mir zu reden. Er sprach durch Mitarbeiter, Predigten, Bibelstellen und durch andere Gäste zu mir. Daraufhin begriff ich, dass ich vergeben muss und auch Vergebung annehmen darf. Ich hatte Schuldgefühle meiner Mutter gegenüber und war sauer auf meinen Vater, weil er versprochen hatte, wieder gesund zu werden. Ich begann auch zu verstehen, dass wir hier keine bleibende Stadt haben (vgl. Hebräer 13,14). Dies durfte ich in meiner1 ½-jährigen help center Zeit durch mehrere große und kleine Umzüge innerhalb der Häuser erfahren. Ich ziehe zwar immer noch nicht gerne um, aber dank Gottes Zuspruch reißt es mir nicht mehr den Boden unter den Füssen weg. Auch schenkte mir Gott eine neue Zukunftsperspektive. Dank ihm mache ich nun meine einjährige Fachoberschulreife und werde, so Gott will, anschließend studieren. Und zu guter Letzt habe ich meine Heimat gefunden.

Jesus, bei Dir bin ich Zuhause!

Bei fand ich mein Glück.

Zu Dir geh ich hin,

Deinen Weg will ich gehen!